Innsbruck hat gewählt

Mit einer Beteiligung von nur 50 Prozent haben die Bürger und Bürgerinnen von Innsbruck die Karten neu verteilt. Ein ausgesprochenes Armutszeugnis für alle Parteien.

Die regierende Liste “Für Innsbruck” kann 21 Prozent der Wählerstimmen (9 Mandate) für sich verbuchen, muss sich aber mit einem Verlust von 5,9 Prozent doch fragen was sie falsch gemacht hat.

Die Sozialisten stürzen um 5,1 Prozent auf 14,5 Prozent Stimmenanteile (6 Mandate) ab. Die prekäre Wohnsituation in Innsbruck, für die ja Frau Pokorny-Reitter zeichnet, sowie eine selten ideenlose Wahlwerbung – mehr Mut, mehr Gerechtigkeit (ja hat es denn bisher daran gefehlt?) – haben sicherlich sehr zu diesem schlechten Wahlergebniss beigetragen.

Die “Grünen” kommen auf 19,1 Prozent der Wählerstimmen (8 Mandate), bei einem leichten Zugewinn von 0,5 Prozent. Erstaunlich, dass eine Partei für die offensichtlich, was zumindest die Wahlplakate betrifft, Masse statt Klasse die Devise ist auf so viele Stimmen kommt.

Regelrecht nach oben katapultiert hat sich die Volkspartei mit ihrem Shooting-Star Christoph Platzgummer. Sensationelle 21,9 Prozent (9 Mandate), das ist ein Stimmenzuwachs von 7,3 Prozent, sprechen für sich. Die Haider-Taktik “Bin schon weg, bin wieder da!” scheint etwas für sich zu haben. Auf jeden Fall haben die Wahlstrategen der VP perfekte Arbeit geleistet.

“Rudi Federspiel” verliert mit 7,9 Prozent (3 Mandate) um 1,5 Prozent Stimmen. Schade, war und ist Federspiel der einzige Politiker der sich immer sehr couragiert um die Anliegen der Bürger eingesetzt hat. Er hätte wesentlich mehr Stimmen verdient.

Knapp hinter der Liste “Rudi Federspiel” konnte sich die FP (7,7 Prozent, +2,7 Prozent, 3 Mandate) mit ihrem Kandidaten August Penz plazieren. Ein überraschend gutes Ergebnis für einen von Wien ferngesteuerten Kandidaten, der politisch noch nichts geleistet hat.

Der Seniorenbund “TSB” ist mit 2,7 Prozent bei einem Minus von 0,1 Prozent und 1 Mandat da wo er hingehört.

Die “Piraten” haben angesichts einer praktisch nicht vorhandenen Wahlwerbung mit 3,8 Prozent vom Stand weg 1 Mandat geschafft. Und das in einer Stadt mit einer doch eher sehr konservativen Bevölkerung. Gratulation!

Die Kommunisten sind im politischen Nirvana gelandet wo sie auch hingehören.

Fazit: Der Wählerauftrag ist klar. Plörer und Platzgummer haben ihre persönlichen Befindsamkeiten hintanzustellen und eine Regierung zu bilden. “Für Innsbruck” ist ohnehin nichts anderes als eine VP-Splittergruppe. Eine Koalition mit Rot, Grün, insbesondere Grün, würde Innsbruck schweren Schaden zufügen. Außer jemand möchte Wiener Zustände haben.
Schade ist das schlechte Abschneiden von Rudi Federspiel. Leider hatte Federspiel wohl nicht eben die besten Wahlstrategen. Das Biertrinker- und Stammtischimage ist eher nicht mehr ganz zeitgemäß. Zudem musste er seinen Wahlkampf selbst finanzieren und da stößt man, im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern, welche sich ihren Wahlkampf vom Steuerzahler finanzieren ließen, schnell an seine Grenzen.

Innsbruck wählt

Es ist wieder einmal soweit. Die Bürger Innsbrucks dürfen von Ihrem demokratischen Recht zu wählen, am 15. April, Gebrauch machen. Unzählige Werbetafeln, fast keine Grünfläche und keinen Baum auslassend, machen uns auf dieses Ereignis aufmerksam. Nicht zu vergessen, dass für diesen umweltverschandelnden, verkehrsbehindernden Mist wir Steuerzahler aufkommen.

Früher einmal konnte man auf den Plakaten Aussagen zum Programm der Parteien lesen, doch in diesem Jahr scheint man mit gütig lächelnden Politikern und Politikerinnen das Auslangen zu finden. Das kann mehrere Gründe haben. Entweder ist in den Köpfen unserer Politkapazunder der geistige Stillstand eingetreten, oder aber, und das scheint wohl eher zutreffend zu sein, wenn man keine Versprechungen macht, kann man an der Macht machen was man will.

Hier eine Kurzanalyse der Wahlplakate:

Liste für Innsbruck:
Hier scheint man der Meinung zu sein, dass der Name ohnehin alles sagt. Dass es sich bei dieser Gruppierung lediglich um eine VP-Splittergruppe handelt wird geflissentlich verschwiegen.

VP:
Dr. Platzgummer scheint bei Jörg Haider in die Schule gegangen zu sein. “Bin schon weg! Bin wieder da!” Sein tolles Wahlprogramm: konstruktiv, verlässlich, bürgerlich.

SP:
Die lieben roten Freunde werben mit “mehr Mut und mehr Charakter”. Hallo, liebe Freunde! Hat es euch bisher an Mut und Charakter gefehlt? Ist ja eine echte Empfehlung.

Grüne:
“Gemma´s an”. Also, Gemma ist ein 75 Lichtjahre von der Erde entfernter Stern (Quelle: Wikipedia). Ähnlich entfernt scheinen Grüne Ideologien von der Wirklichkeit.

FP:
Das Herz des F-Spitzenkandidaten, Nobelhotelier August Penz, schlägt für Innsbruck. Ansonsten ein von Federspiel abgekupfertes Programm.

Liste Rudi Federspiel:
Rudi Federspiel ist ein kantiger, geradliniger Politiker der das meint was er sagt. Der einzige Politiker der sich wirklich um die Probleme der Menschen kümmert.

Tiroler Seniorenbund:
Dient lediglich der VP.

KP:
Selbst die Ur-Kommunisten in Russland und China sind mittlerweile zum Kapitalismus gewechselt.

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